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Chorolympiade in Bremen


Von Kristina Hengstmann

Es war das zweite Mal, dass sich die jungen Stimmen aus Egeln auf internationales olympisches Parkett begaben. Und es war ein äußerst erfolgreicher Schritt. Nach der Teilnahme an der Chorolympiade im südkoreanischen Busan vor zwei Jahren, stellte sich der Egelner Kammerchor "Young Voices" vom 14. bis 18. Juli der internationalen Jury in Bremen. Dort wurde die 3. Chorolympiade ausgetragen. Insgesamt nahmen daran 360 Amateurchöre aus 83 Nationen teil.

Erstmalig olympische Medaille im Gepäck

Die Teilnahme für die jungen Sängerinnen und Sänger aus der Bodestadt war äußerst erfolgreich. Unter der künstlerischen Leitung von Dr. Ralf Schubert konnten sie erstmalig olympisches Metall mit nach Hause bringen. Ersungen hatten sie sich die Bronzemedaille in der Kategorie Gospels und Spirituals. Doch es gab noch weitere Erfolge für den Kammerchor. Denn insgesamt waren sie in drei Kategorien gestartet.
Bereits am Donnerstag stand die Populäre Chormusik im Wettbewerbskalender. Dabei konnten sie ein Silberdiplom erreichen. Spannend wurde es dann am Freitag, als es in der Kategorie Gemischte Kammerchöre in den Wettbewerb ging. Dabei sangen sie gegen Konkurrenz von gut 30 Chören aus aller Welt an. "Das ist die schwierigste Kategorie überhaupt", blickt Dr. Ralf Schubert auf die Chorolympiade in Bremen zurück. Ihm ist der Stolz gerade über dieses Silberdiplom anzumerken. Denn trotz des Schwierigkeitsgrades und der starken Konkurrenz schrammten die Egelner gerade Mal mit einem Punkt am Golddiplom vorbei. "Ich muss sagen, dass es gerade bei dem Auftritt zu großen Reaktionen kam", so Dr. Ralf Schubert. Zu den Gratulanten gehörte auch Professor Friedrich Krell, der langjahrige Leider des Jugendrundfunkchores Wernigerode. Er war während der Chorolympiade also Juror tätig.

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Absolut stimmiges Umfeld in der Glocke

Trotz des Schwierigkeitsgrades dieser Kategorie hatte es aber ein absolut stimmiges Umfeld für diesen Wettbewerbsblock gegeben. Denn diese Kategorie wurde nicht, wie die anderen Wertungskategorien, in den Hallen auf dem Messegelände ausgetragen, sondern in der "Glocke", einer ehemaligen Kirche, die bereits vor Jahren zu einer Konzerthalle umgebaut worden war.
Am Sonnabend gab es dann das letzte Wertungssingen für die jungen Stimmen. Die Kategorie Gospels und Spirituals wurde in der Messhalle sieben ausgetragen und "Young Voices" war mit vier Titeln dabei. Dazu gehörte "Alleluja, I heard a voice", "Didn't my lord deliver Daniel", "Sinner Man" und "Ezekiel saw the wheel".
Die Spannung allerdings musste bis zum Schluss ausgehalten werden. Während die Ergebnisse der ersten beiden Wertungsauftritte bereits an den Abenden der jeweiligen Auftrittstage bekannt gegeben wurden, blieb das Ergebnis der letzten Kategorie bis zur Siegerehrung am Sonntagmorgen noch ein Geheimnis. Umso größer dann der Jubel bei der Verkündung der Ergebnisse und über die erreichte Bronzemedaille.
Am Rande der Teilnahme an der diesjährigen 3. Chorolympiade hatte es aber auch sonst einige Erlebnisse gegeben. Dazu zählten gesetzte Programmpunkte, wie eine Stadtführung. Natürlich nicht ohne den legendären "Stadtmusikanten" einen Besuch abzustatten und ein Begegnungskonzert in der Bremer Lloydpassage am Donnerstagvormittag, bei dem es zu einem Treffen mit dem südkoreanischen Sängerinnen vom "Budang Gu Mothers' Chori" kam.
Doch es gab ebenso ganz spontane Erlebnisse. So am Freitagabend in der italienischen Gaststädte "Allegro" in Hude. Denn in der 30 Kilometer entfernten Stadt von Bremen hatten die Egelner in einer Jugendherberge Quartier bezogen.

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Spontanes Singen im "Allegro"

Dass es allerdings zu einer solchen musikalischen Einstimmung kam, war nicht geplant. Zunächst sorgten dort ein Pianist und eine Sängerin für Unterhaltung. Dann aber konnten sich die Chorsänger nicht zurück halten und es wurde im Wechsel gesungen und dazu getanzt.
Weniger erfreulich schätzte Dr. Ralf Schubert mit Blick auf die Bremer Chorolympiade ein, dass es so gut wie keine Begegnungen unter den teilnehmenden Chören gab. "Das war im Vergleich zu Südkorea ein riesiger Unterschied." Außerdem war der Kommerz doch sehr dominant und die Preise kaum erschwinglich.
Allerdings ließen sich die Egelner dadurch nicht die Freude verderben. Sie freuten sich in erster Linie über ihre Bronzemedaille und die beiden Silberdiplome.